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Martina Desax, Barbara Lenherr, Reto Pfenninger (Hrsg.)

verDICHTen

Internationale Lowrise-Wohnsiedlungen im Vergleich


Buchgestaltung: Esther Hostettler, polyesther.ch, Zürich

Deutsch, 380 Seiten, 21 x 29,7 cm
ca. 350 Fotos und Pläne
fadengeheftete Klappenbroschur

Euro (D) 75.– / Euro (A) 77.10

lieferbar

ISBN 978-3-03863-002-9

CHF 78.00


«Welches Verdichtungspotenzial in den Typologien von Lowrise-Siedlungen steckt, fand bislang zu wenig Beachtung … [hier] schliesst das Buch ‹verDICHTen› eine Lücke und liefert wertvolle Anregungen für die Siedlungsentwicklung nach innen.» – TEC21

Für eine nachhaltige Raumentwicklung gilt es, angesichts der stetig wachsenden Bevölkerung bestehende Siedlungsstrukturen zu verdichten. In der aktuellen Diskussion über Dichte liefert die Lowrise-Typologie einen wichtigen Beitrag: Mit ihren zwei- bis viergeschossigen Häusern und privaten Gärten bieten Lowriser einen ähnlich hohen Grad an Individualität wie Einfamilienhäuser, benötigen dafür aber lediglich einen Bruchteil der Landressourcen. Darüber hinaus bieten sie kollektiv genutzte Aussenflächen wie Strassen, Gassen und Plätze.

55 ausgewählte Lowrise-Siedlungen werden bezüglich der Effizienz ihrer Ausnutzung, Belegungsdichte und Flächenverhältnisse untersucht. Im Vordergrund stehen neben den architektonischen Qualitäten auch das Verhältnis der Zahlenergebnisse in Bezug auf Grundrisstypologie, Wohnungsschlüssel, Siedlungsstruktur, Erschliessungslogik und hinsichtlich der Qualität von privaten und öffentlichen Aussenräumen.

Das Buch ist gleichsam Nachschlagewerk für Interessierte und Planungsinstrument für Behörden, Bauherrschaften, Architektinnen und Architekten, die sich mit Fragen der Siedlungsplanung, Wohnqualität und Effizienz auseinandersetzen.

Jede Siedlung wird auf jeweils drei Doppelseiten in Wort, Plan, Bild und Grafik dargestellt. Die konsistente und objektivierte Art der Darstellung erlaubt eine vergleichende Betrachtung der einzelnen Fallbeispiele und darüber hinaus auch der Entwicklung der Bauaufgabe im Rahmen der Siedlungsgeschichte des 20. Jahrhunderts.
 
Rezension/Themenbesprechung im Standard vom 29.1.2107


INHALT


Teil 1:
– Reto Pfenniger, Einleitung
– Martina Desax: «Aktuelle Siedlungsthematik und mögliche Lösungen in der Schweiz»
– Barbara Lenherr: «Die Entwicklung von Lowrise-Siedlungsformen in Europa und den USA»

Teil 2: Katalog der 60 Siedlungen:

HÖFE INNEN – PLÄTZE AUSSEN: Klare Unterscheidung von privater Sphäre und Siedlungsgemeinschaft, idealistische Züge 
TUSCOLANO III (IT), 1954 / CAÑO ROTO (E), 1959 / IN DEN GARTENHÖFEN (A), 1960 / LUDWIG-WINDTHORST-STRASSE (D), 1961 / ALBERTSLUND SYD: ATRIUMHÄUSER (DK), 1966 / GARTENSTADT PUCHENAU I (A), 1968 / MÜHLEBODEN (CH), 1970 / WOHNPARK KETTWIG (D), 1972 / DE KASBAH (NL), 1973 / QUINTA DA MALAGUEIRA (P), 1977 / LEONFELDNERSTRASSE (A), 1988 / RIED W2 (CH), 1990 / WOHNANLAGE TAMARISKENGASSE (A), 1992 / GARTENSTADT PUCHENAU II (A), 1995 / WATERHOEVES (NL), 2002 / DE GROTE HOF (NL), 2007

REIHEN – IN GRUPPEN: Vergleichsweise pragmatische Anordnung, gemäss Grundstück 
HANSAVIERTEL: ATRIUMHÄUSER (D), 1957 / TONTTUKALLIO (FIN), 1959 / HALEN (CH), 1961 / VED BELLEVUE BUGT (DK), 1961 / ALBERTSLUND SYD: REIHENHÄUSER (DK), 1966 / LOCUST STREET TOWNHOUSES (USA), 1969 / PENN’S LANDING SQUARE (USA), 1970 / PARK HILL VILLAGE ST. BERNARDS (GB), 1970 / GRAND UNION CANAL WALK HOUSING (GB), 1988 / SIMMERINGER HAIDE (A), 1991 / WIETHESTRASSE (A), 1994 / KALVERSTRAAT (NL), 1994 / PRINSENPARK (NL), 1996 / BORNEO SPORENBURG (NL), 1996 / BORNEO SPORENBURG (NL), 1998, 2000 / CITÉ MANIFESTE (F), ARM Architecture, 2005 

STAPELN – VERSETZT ODER VERSCHRÄNKT: Raffinierte Schnittlösungen
TERRASSENHÄUSER (CH), 1960 / ULLERNAASEN (N), 1964 / CASA GIALLA ORSELINA (CH), 1965 / DIAGOON (NL), 1971 / MÜHLEHALDE (CH), 1971 / THALMATT I (CH), 1974 / MARQUESS ROAD (GB), 1977 / BORNEO SPORENBURG (NL), 1998

KOMPAKT IM BLOCK: Grossform, geschlossen nach aussen, innen weich
SKÖNSTAVIK (S), 1960 / NEXUS WORLD HOU-SING (JP), 1991 / TRAVIATAGASSE (A), 1991 / WOHNARCHE ATZGERSDORF (A), 1999 / LIQUID SKY – DAS TIEFE HAUS (A), 1999 / HET FUNEN BLOK K (NL), 2010

REIHEN – IN FREIER FORM: Bauen mit der Topografie, «organisch»
KINGOHUSENE (DK), 1960 / FREDENSBORG-HUSENE (DK), 1963 / LORRAINE (CH), 1976 / SELDWYLA (CH), 1981

Über den Autor:

Martina Desax (*1975), Dr.sc. ETH
Studium der Kunstgeschichte, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Pädagogik an der Universität Basel. Doktorat an der ETH Zürich, Institut gta, in Architekturgeschichte. Recherchiert, konzipiert, redet und schreibt freiberuflich für Institutionen, Kommunikations- und Architekturbüros, u.a. zu den Themen Architektur und Städtebau.

Barbara Lenherr (*1966), dipl. Architektin ETH
Studium der Architektur an der ETH Zürich, Diplom bei Mario Campi. Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Basel und Genf: Baur & Komai Architekten, Atelier d’Architecture Grenier & Vallat, Ackermann Architekten, Anarchitekton. Ab 2000 verschiedene redaktionelle Arbeiten, Ausstellungs- und Eventprojekte, Forschungsprojekte. Seit 2002 freie Fachjournalistin und Redaktorin. Seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Publikationen des Instituts Architektur der FHNW.

Reto Pfenninger (*1963), Prof. dipl. Architekt BSA
Studium an der Ingenieurschule Winterthur und der Kunstakademie München. 1992–2013 Partner im Büro agps.architecture, Zürich. 2003–2008 Mitglied der Stadtbildkommission Zug. Seit 2006 Dozent am Institut Architektur der FHNW (2010– 2013 Studiengangleiter Master, 2013–2016 Institutsleiter). Seit 2013 Hanspeter Oester Reto Pfenninger Architekten, Zürich.


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