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Gilian Cachin, Davide Fornari, François Rappo

Bobst Graphic (E)

1971–1981


Buchgestaltung: Gilian Cachin

Englische Ausgabe
168 Seiten, ca. 160 Abbildungen, 16 × 24 cm, Softcover mit Fadenheftung

Euro (D) 25.– / Euro (A) 25.70

Vorbestellbar. Erscheint im März 2019

ISBN 978-3-03863-040-1

CHF   29.00



Der zweite Band der Reihe «Visuelle Archive» widmet sich der bislang unbekannten Firmengeschichte der Fotosatzpioniere von Bobst Graphic.

Anfang der 1970er-Jahre begann sich die Schweizer Verpackungsfirma Bobst S.A. zu fragen, ob sie mit einer einzigen Produktart für die Zukunft gut aufgestellt wäre. Das Lausanner Unternehmen, das bezüglich der Herstellungstechnologie von Verpackungen bereits sehr weit fortgeschritten war, entschied sich, Lichtsatzmaschinen auf den Markt zu bringen.

Das Unternehmen wollte diese neue Technik mit den Hightech-Möglichkeiten des Computers verknüpfen, um eine bessere Typografiequalität zu erreichen. Es wurde eine ganze Reihe von neuartigen Fotosatzmaschinen hergestellt, für die sich Bobst Graphic, eine Marke von Bobst S. A., die Patente von Hugonnet und Moyroud – den französischen Erfindern der Fotomontage – gesichert hatte.

Für die neue Technik wurden auch dank der Beteiligung einiger der besten Schriftdesigner des Landes, etwa Team 77, verschiedene Schriftfamilien entwickelt.
Fünf Jahre nach der Gründung geriet Bobst Graphic jedoch in finanzielle Schieflage und alle operativen Tätigkeiten und das gesamte Personal wurden an das US-amerikanische Unternehmen Autologic veräussert, bevor zwei Jahre später alle Geschäftsfelder vollständig in die Vereinigten Staaten verlegt wurden.

Die Geschichte von Bobst Graphic – seinerzeit eine Pionierleistung in der Entwicklung des Fotosatzes – ist nie in die reiche Historie des Schweizer Grafik- und Schriftdesigns einbezogen worden. Daher hat sich die Autorin Giliane Cachin entschieden, die faszinierende Geschichte mittels Interviews zu dokumentieren und zu teilen.

Zu Wort kommen Bruno De Kalbermatten, Jean-Daniel Nicoud, Robert Flach, Roland Jan und Christian Mengelt.


Über den Autor:

Giliane Cachin schloss 2014 ihr Grafikdesignstudium an der ECAL Universität für Kunst und Design in Lausanne mit einem Bachelor ab. Nach ihrem Abschluss wurde sie Lehrassistentin an der ECAL, wo sie das Zürcher Grafikdesignstudio NORM kennenlernte, für das sie über ein Jahr arbeitete. Anschliessend zog sie nach Berlin, um für die Type Foundry Lineto und das Designstudio von Cornel Windlin zu arbeiten.
2015 gewann Giliane Cachin den Swiss Design Award, der ihr einen sechsmonatigen Atelieraufenthalt in New York ermöglichte. Seit ihrer  Rückkehr in die Schweiz im Jahr 2017 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ECAL und setzte ihre Arbeit für Lineto und Cornel Windlin sowie für ihr eigenes Studio fort.

Davide Fornari studierte Architektur an der  IUAV in Venedig und an der ETSA in Barcelona. Seine Dissertation «Face as Interface» wurde 2012 publiziert. Er unterrichtete und forschte an der SUPSI University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland, und ist seit 2016 Professor an der ECAL University of Art and Design in Lausanne, wo er den Forschungs- und Entwicklungssektor leitet.
Er hat zahlreiche Artikel und Essays veröffentlicht, unter anderem für Sellerio, Einaudi, Treccani, Springer und die Magazine Domus, Alias und Ottagono, ausserdem ist er Mitherausgeber des Magazines Progetto grafico.

François Rappo(*1955) ist Grafikdesigner. Seine Ausbildung absolvierte er an der ECBA Ecole cantonale des beaux-arts, Lausanne. François Rappo begann 1998 mit der Gestaltung von Schriften und arbeitete seither mit Optimo type foundry zusammen: Didot Elder, Theinhardt Grotesk, Genath, Antique, Plain Grotesque, Clarendon Graphic, Practice, Apax, Jannon.
Sein Portfolio umfasst Projekte für das New York Times Magazine, das ICA Institut für Zeitgenössische Kunst London, Apple, die Basel Art Fair und das Solomon R. Guggenheim Museum.
Von 2001 bis 2007 war François Rappo Vorsitzender der Jury des Wettbewerbs «Die schönsten Schweizer Bücher».
Er unterrichtet Schrift- und Grafikdesign an der ECAL Ecole cantonale d`art de Lausanne. Parallel zu seinen Designprojekten veröffentlichte François verschiedene Texte zu Typografie und Schriftgestaltung. François Rappo wurde 2013 mit dem Jan-Tschichold-Preis ausgezeichnet.



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