Irina Davidovici, Bruno Marchand, Bernard Zurbuchen (Hrsg.)
Housing as pretext
Martin Steinmann – Writings and teaching
Englische Ausgabe
Buchgestaltung: Chris Gautschi
ca. 320 Seiten, ca. 200 Abbildungen, 16 × 23 cm, BroschurEuro [D] 49–, Euro [A] 50.40
Vorbestellbar. Erscheinungstermin: Oktober 2026
ISBN
978-3-03863-111-8
• Martin Steinmanns Texte zum Wohnen erstmals gesammelt und kommentiert publiziert
• Typologische Analysen und betrachtende Vergleiche bieten eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Wohnbau
• Das städtische Wohnhaus verstanden als Quartierbaustein bietet wertvolle Impulse über die Wohnbautypologie hinaus
Der
Architekt, Kritiker, Architekturhistoriker und Professor Martin
Steinmann (1942–2022) war vom späten 20. Jahrhundert bis zu seinem Tod
im Jahr 2022 einer der bedeutendsten intellektuellen Vertreter der
Schweizer Architekturszene.
Bekannt ist er vor allem für seine phänomenologischen und
semiotischen
Betrachtungen zur zeitgenössischen Schweizer Architektur, aber seine
Schriften zum Thema Wohnen sind relativ unbekannt. Und doch stellte das
Wohnen für Steinmann den Einstiegspunkt oder, wie er es ausdrückte,
einen «Vorwand» (Prätext) dar, um den Einfluss der Architektur auf die
Gesellschaft zu verstehen. Angesichts der aktuellen Anforderungen an die
Verdichtung und nachhaltige Gestaltung städtischer Lebensräume ist
dieser Ansatz heute wichtiger denn je.
Die Möglichkeiten des
Zusammenlebens verschiedener sozialer Gruppen werden massgeblich durch
das Wohnen und dessen städtebauliche und räumliche Anordnung
beeinflusst. Durch seine kritischen Reflexionen über historische und
zeitgenössische Wohnformen in der Schweiz identifiziert
Steinmann Bezugspunkte für aktuelle Wohn- und Gestaltungspraktiken.
Die
Methode, die Martin Steinmann in seiner Forschung und Lehre zum Thema
Wohnen anwendet, ist ebenso überzeugend wie relevant. Indem er in die
Geschichte zurückgreift, um typologische Entwicklungen zu
identifizieren und zu analysieren, stellt er Parallelen zwischen
traditionellen Wohnformen und zeitgenössischer Gestaltung her.
Steinmann
untersucht historische Wohnformen wie Arbeiterhäuser und
Galeriewohnungen sowie aktuelle Wohnprojekte führender
Architekturbüros, um Verbindungen zwischen traditionellen Formen,
sozioökonomischen Bedingungen und kulturellen Normen herzustellen, die
auch für
zeitgenössische Wohnprojekte bedeutend sind.Diese
Publikation erläutert erstmals Steinmanns Lehrmethoden und versammelt
seine Essays zum Thema Wohnen, von denen einige bisher unveröffentlicht,
andere längst vergriffen
sind.
Über die Herausgeberschaft
Irina Davidovici ist Architektin, Historikerin und Dozentin für Architektur an der ETH Zürich. Sie ist dort Leiterin des gta Archivs; ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Wohnungswesen und Schweizer Architektur.
Bernard Zurbuchen ist Architekt und war von 1990 bis 2000 Assistent und später Oberassistent von Martin Steinmann an der EPFL Lausanne. Zudem war er mehrfach in Louvain-la-Neuve als Gastprofessor tätig. Er leitet sein eigenes Architekturbüro gemeinsam mit Maria Zurbuchen-Henz.
